Punktgewinn in extremis
FC Portalban/Getterens - FC Prishtina Bern 1:1 (1:0)
Centre sportive Portalban - 185 Zuschauende – SR: Dario Minder, Qendrim Uka, Ruben Ribeiro – 43. Pasquier 1:0, 90.+6 Ceka 1:1 – Rote Karte: Murina
Prishtina: Tebib; Asani (79. Baliu), Mrazeku, Spaqi, Wildhaber; Guliani (67. Berisha), Barry Balde (67. Miani), Murina, Ukoh (61. Mackaj); Lekaj, Medziti (79. Ceka)
(atm) Prishtina bot sich vor der Partie die Chance mit einem Vollerfolg maximal von den Niederlagen der Tabellennachbarn zu profitieren. Das gelang nur halbwegs und in extremis, weil das Team insgesamt zu wenig zwingend und zusammenhängend agierte.
An den Gestanden des Neuenburgersees entwickelte sich von Beginn weg ein hart umkämpftes Spiel, bei dem sich die beiden Teams nichts schenkten. Man hatte das Gefühl, dass Prishtina Bern die etwas feinere Klinge führt, etwas durchdachter agiert und dadurch sich leicht im Vorteil wähnen konnte. Portalban hatte insgesamt keine wirklich zwingenden Torchancen, wogegen die Berner auch hätten in Führung gehen können. Balde verpasste nach schönem Spielzug die Führung mit einem Schlenzer, der knapp neben dem Gehäuse vorbei zischte ebenso wie Giuliani, dessen Kopfball der Torhüter tief in der Torecke bravourös zur Seite lenken konnte. Kurz vor der Pause führte eine Kette von kleinen Fehlern in der Innenverteidigung von Prishtina zur Führung der Platzherren, als zuletzt der alleine auf das Tor stürmende Pasquier eiskalt flach einschoss.
Nach dem Seitenwechsel ging es in gleichem Stil weiter, nun aber agierten die Platzherren mit der Führung im Rücken abgeklärt. Prishtina seinerseits zeigte sich sehr bemüht, den Rückstand aufzuholen, um nicht punktelos die Heimreise antreten zu müssen. Insgesamt fehlte dem Spiel aber eine Prise Präzision, der Durchsetzungswillen war nicht immer wirklich spürbar und dann und wann waren Unsauberkeiten im Passspiel Grund genug, weshalb die ganz grosse Überlegenheit und damit Torchancen nicht konstatiert werden konnten. Das Blatt schien sich endgültig zu Ungunsten Prishtinas zu wenden, als Murina kurz vor Schluss nach einer Intervention als letzter Feldspieler vom Platz gestellt wurde. Aber die Gäste wurden für Ihr Nichtaufgeben auch in Unterzahl belohnt: Nach einem weiten Abschlag verteidigte Lekaj vehement den Ball, überliess ihn dann Ceka, der den gegnerischen Torhüter mit einem gekonnten Lob überraschte und so spät für den viel umjubelten Ausgleich besorgt war.
Am kommenden Samstag (18. April 26, 19 Uhr, Bodenweid) kommt der FC Coffrane zu Besuch auf die Bodenweid. In der ausgeglichenen Gruppe mit ultra spannendem Verlauf ist per se jedes Spiel auf Messers Schneide, also auch gegen ein Team, das gegen den Abstieg kämpft. Vor dem erwartungsvollen Heimpublikum könnte mit einem positiven Resultat die gute Ausgangslage für die Qualifikation zu den Aufstiegsspielen weiter gefestigt werden.
Publiziert: 14.04.2026 | FC Prishtina Bern, Armin Thalmann
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